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Ausgabe: 02. Oktober 2017

Gernot Gsellmann

Die Los-Feen meinten es gut

„Einen Kracher brauch’ ich noch nicht unbedingt. Nicht jetzt.“ Karl Daxbachers Wunsch wurde gestern von TV-Experte Didi Kühbauer und dem verletzten Team-Keeper Robert Almer nicht nur erfüllt – sondern auch durchaus versüßt: Im Achtelfinale des österreichischen Cups treffen die Schwarz–Grünen am 24. oder 25. Oktober auf Austria Klagenfurt. Und damit lebt auch Wunsch zwei von „Sir Karl“, im Pokal zu überwintern. Wie zuletzt in der Saison 2012/13 (0:3 gegen Salzburg am 16. April). „Aber das wird wie in Steyr und Amstetten ein hartes Stück Arbeit“, warnt der Coach, „vielleicht das härteste.“ Zumal die Kärntner Violetten im bisherigen Pokal-Verlauf nicht nur Erstligist Kapfenberg, sondern auch Bundesligist St. Pölten eliminieren konnten!

Die Frage ist nur: Soll Wacker den „Zweit-Bewerb“ hundertprozentig ernst nehmen? Kann sich den Innsbruck durch die dünne Personaldecke im Hinblick auf die Meisterschaftsziele überhaupt „leisten“? „Bis dahin hoffe ich doch, dass der ein oder andere Langzeitverletzte zurückkehrt. Und der Cup ist auch eine wunderbare Sache, um etwas Geld herein zu spielen.“ Denn vor allem ab der Runde der letzten Acht wird es ein lukratives Geschäft.

Attraktiv ist das Los vor allem für einen echten Klagenfurter in Schwarz-Grün – der gestern kurz nach 16 Uhr bereits dem Duell entgegenfieberte: Harald Pichler. „Weil ich noch nie in meiner Karriere gegen meinen Heimatverein gespielt habe. Ich freu mich riesig!“ Wohl wie ein Ex-Tiroler im Kärntner Dress: Thomas Hirschhofer ist aktuell der Torgarant der Austria (8).

Lukrativ könnte morgen auch die wahrscheinliche und notwendige Verpflichtung von Dimitry Imbongo Boele werden. Sportlich. Konditions-Coach Andreas Pröller nahm den 27-jährigen Offensivmann zwei Tage lang genau unter die Lupe. Sein Ergebnis: Imbongo ist körperlich in einem überraschend guten Zustand! Das einmonatige Training bei Red Star Paris in Saint Quen hat Früchte getragen.