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Ausgabe: 25. September 2017

Gernot Gsellmann

Freitag kämpft um seinen Alltag

Wacker Innsbruck schwächelt in der Erste-Liga – doch den wahren Leidensweg hat sein Kapitän: Christoph Freitag versucht alles, um wieder mit Kollegen trainieren zu können

Zwei verschleppte Gehirnerschütterungen aus den Partien gegen Steyr und Kapfenberg. Seither rätseln die Ärzte. Am meisten aber er selbst.
Daher nahm Christoph Freitag Verbindung mit dem ehemaligen schwarz-grünen Individualtrainer Karl Schwarzenbrunner auf – der dem 27-Jährigen nun einen Kontakt zum Arzt des deutschen Eishockeybundes hergestellt hat. Dr. David Dale stellte in Hannover bei einer dreieinhalbstündigen Untersuchung die Gründe fest, warum Freitag nach Belastungen Schwindelattacken bekommt: Seine Augen arbeiten nicht miteinander!

Nun soll sich der defensive Mittelfeldspieler, der seit dem Ried-Spiel (14. August) keinen Ball mehr „gesehen“ hat, erholen: „Kein TV, kein Laptop, kein Buch. Auch in die Kabine soll ich derzeit nicht gehen.“ Was anstrengend ist, ist absolut kontraproduktiv. Spezielle Augen-Übungen sollen in den kommenden Tagen helfen, anschließend ein sogenanntes „Back-to-game“-Stufenprogramm die Rückkehr in den Fußball-Alltag erleichtern. „Wie lange das dauert, ist aktuell offen. Aber Dr. Dale gab mir auch ein wenig Hoffnung: Ich soll auf die Übungen gut und schnell angesprochen haben.“ Was dem Kämpfer nur zu wünschen ist.