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Ausgabe: 14. September 2017

Gernot Gsellmann

Die „Daxi“-Falle

Der Plan ist zu hundert Prozent aufgegangen!“ Da hatte er mehr als recht, der Wacker-Coach. „Wir wollten den Linzern das Spiel überlassen.“ Und Blau-Weiß lief in die destruktive schwarz-grüne Falle: 68 Prozent (!) Ballbesitz für den Gast, am Ende bei null Ertrag! „Wie wir schon gegen Wiener Neustadt gesehen haben: Das liegt uns mehr“, analysierte Karl Daxbacher und war nach dem 3:0-Erfolg zu Scherzen aufgelegt, „kontern, den Ball Flo Jamnig zuspielen ...“ Lachen konnten darüber die Oberösterreicher nicht. Nicht beim Namen Jamnig – drei Treffer sorgten für Alpträume!

Nur eines verwundert: Warum bitte „greift“ diese Taktik nicht auswärts? Eigentlich prädestiniert für Auftritte in der Fremde? „Das ist noch ein bisschen ein Rätsel“, gesteht Jamnig. Beim nächsten Versuch in Kapfenberg sollte es einmal klappen.

Bei dem Jeffrey Egbe (Hüftverletzung) und Christoph Freitag (Schwindel) fehlen werden, dafür aber Roman Kerschbaum (verletzt) und Matthias Maak (gesperrt) wieder einsatzbereit sind. Glück im Unglück hatte am Dienstag Abend Simon Pirkl: Bei seinem Comeback (nach sechs Wochen wegen eines Muskelfaserrisses) blieb er beim Rutschen mit dem Bein hängen, verdrehte sich. „Aber nichts Schlimmes“, gab der 20-Jährige nach einem MRT leise Entwarnung. Eine Innenbandzerrung im Sprunggelenk und im Knie zwingen ihn zu ein paar Tagen Pause.