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Ausgabe: 10. September 2017

Wolfgang Müller

Quartalsbilanz ist ausbaufähig

Trotz des mageren 1:1 beim FAC liegt der FC Wacker nach neun Runden auf dem Relegationsplatz. Jubelstürme löst das freilich noch keine aus.

Innsbruck - Eigentlich wollte der FC Wacker die magere Auswärtsbilanz aufpolieren und zum Abschluss des ersten Quartals mit drei Punkten aus Floridsdorf zurückkehren. Daher konnte Trainer Karl Daxbacher trotz 45-minütiger Unterzahl dem 1:1 beim Schlusslicht nichts abgewinnen: "Es waren zwei verlorene Punkte." Was Goalie Christopher Knett im Sky-Interview etwas anders sah: "Nachdem wir kurz vor der Halbzeit eine Rote Karte kassierten, sind wir mit dem Punkt zufrieden."

Der Ausschluss von Matthias Maak unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff brachte die biederen Floridsdorfer jedenfalls zurück ins Spiel. "Der Platzverweis war in Ordnung. Er hat nur den Fuß getroffen", bestätigte Daxbacher die Entscheidung des Schiedsrichters. Damit bleibt die Auswärtsbilanz der Tiroler mit nur einem Sieg, zwei Remis sowie zwei Niederlagen und einem negativen Torverhältnis (7:10) für einen Aufstiegskandidaten sehr bescheiden.

Die Quartalsbilanz fällt für den FCW-Trainer daher weder sonderlich euphorisch, aber auch nicht negativ aus. "Wir liegen auf dem Relegationsplatz, was nicht so schlecht ist. Fakt ist, dass wir in diesen neun Runden zu wenig Punkte machten. Die Meisterregel lautet normalerweise doppelte Punkteanzahl der Spiele. Da liegen wir nicht im Soll. Das müssen wir eben im zweiten Quartal aufholen." Positiv ist die Heimserie. Das Tivoli entwickelt sich wieder zu einer Festung: Drei Siege, ein Remis, Torverhältnis 7:2 ? das kann sich sehen lassen.

Auch Alfred Hörtnagl sieht seine Profis auf einem Weg, der ans Ziel führen kann. "Wir sind auf Kurs. Man kann schon eine Entwicklung erkennen. Nur müssen wir einfach noch stabiler werden, um im zweiten Quartal jene Punkte aufzuholen, die uns im ersten fehlen." Was Wackers General Manager positiv stimmt? "Dass die Mannschaft nach Rückschlägen Reaktion zeigte." Außerdem kommt Hörtnagl, der hofft, dass sich Kapitän Christoph Freitag von seiner "verschleppten Gehirnerschütterung" erholt, nach dem ersten Quartal zum Schluss, dass der FC Wacker jeden Gegner schlagen kann: "Das Potenzial ist da, an der Stabilität müssen wir noch feilen."

Einig sind sich Trainer und Manager, dass in dieser Liga alles eng beisammen liegt und jedes Spiel ein Kraftakt bleiben wird. Gelegenheit, voll zu punkten, bietet sich für den FC Wacker bereits am Dienstag im Heimspiel gegen BW Linz.