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Ausgabe: 29. August 2017

Wolfgang Müller

Lercher ist schon dort, wo der FC Wacker hinmuss

Innsbruck - Die Berufung in das ÖFB-U21-Nationalteam für die Testspiele gegen Finnland (1. September) und Kroatien (4. September) kam Michael Lercher sehr gelegen, denn im Osten hatte der 21-Jährige gestern ohnehin einen wichtigen Termin. Es ging um letzte Vertragsverhandlungen mit seinem künftigen Arbeitgeber Mattersburg. Lercher ist dann dort, wo der FC Wacker hin will - in der Bundesliga. Mattersburg mit Trainer Gerald Baumgartner und Sportdirektor Franz Lederer war auf der Suche nach einem linken Außenverteidiger und wurde beim Tiroler Zweitligisten fündig. Heute soll der Vertrag unterschrieben werden.

Im Sommer 2015 wurde Lercher, der seine Ausbildung in der Tiroler Fußball-Akademie und den Nachwuchsabteilungen des deutschen Bundesligisten Werder Bremen absolvierte, von den Schwarzgrünen verpflichtet und mit einem Vertrag bis 2018 ausgestattet. So richtig Fuß fassen konnte der sympathische Innsbrucker eigentlich nur unter Trainer Klaus Schmidt. In der laufenden Saison hat Lercher lediglich magere 47 Zweitligaminuten in acht Runden zu Buche stehen. Zu wenig für einen, der die Zukunft im Profifußball noch vor sich hat.

Weil der FC Wacker Links in der Defensive mit Albert Vallci, Lukas Hupfauf und Simon Pirkl ohnehin gut besetzt ist, kam das Angebot aus dem Burgenland gerade recht. Lerchers Vertrag wurde aufgelöst, der FC Wacker kassiert eine Ablöse im mittleren fünfstelligen Bereich, und Lercher hofft, dass er beim SV Mattersburg im Abstiegskampf der tipico-Bundesliga zum Zug kommt.

Was zugleich dem FC Wacker die Möglichkeit bietet, bis zum 31. August auf dem Transfermarkt noch einmal aktiv zu werden. Nicht im defensiven, sondern im offensiven Bereich. Denn im nächsten Jahr will man unbedingt gegen Lercher spielen.