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Ausgabe: 27. August 2017

Wolfgang Müller

FC Wacker verabschiedet sich völlig entspannt in die Pause

Die beiden Flügelflitzer Stefan Rakowitz und Flo Jamnig ragten beim 3:0-Erfolg des FC Wacker gegen Tabellenführer Wr.Neustadt heraus.

Innsbruck - ?Wr.Neustadt hatte über 60 Prozent Ballbesitz, eine bessere Zweikampf- und Passquot­e, und trotzdem schlichen die Tabellenführer mit hängenden Köpfen in die Kabine, weil der FC Wacker das Erfolgsrezept der Niederösterreicher für sich in Anspruch nahm und perfekt umsetzte. "Die Basis war, dass wir Wiener Neustadt das Spiel überlassen haben - das war so geplant, das haben sie in dieser Meisterschaft noch selten erlebt. So haben wir Räume bekommen, die wir genützt haben. Der schnelle Führungstreffer hat uns natürlich in die Hände gespielt", analysierte Wacker-Coach Karl Daxbacher, und Trainer-Kollege Roman Mählich gab offen zu: "Ein hochverdienter Sieg der Innsbrucker. Wir fanden keine Lösungen." Auch Ex-Wacker-Profi Alex Gründler war nach der ernüchternden 0:3-Pleite natürlich enttäuscht: "Dass unsere Serie einmal reißt, war klar. Aber es hätte nicht unbedingt im Tivoli sein müssen."

Beim FC Wacker war nach dem Schlusspfiff Jubel und Erleichterung angesagt. Mit dem vierten Saisonsieg verabschiedeten sich die Schwarzgrünen sichtlich erleichtert in die Länderspielpause.

Die beiden Flügel-Turbos ragten bei den Tiroler heraus: Stefan Rakowitz und Kapitän Flo Jamnig. "Es ist alles aufgegangen. Ich freue mich irrsinnig über die drei Punkte und meinen Doppelpack", strahlte Rakowitz, und Jamnig sprach von einem "verdienten Sieg", "weil die Taktik ?genau richtig war". Zu seinem sehenswerten Solo zum 3:0-Endstand: "?Der Ball wurde mir ideal in den Lauf gespielt, dann ging alles irgendwie automatisch. Da hat einfach alles gepasst."

Auch Alfred Hörtnagl war mit der Darbietung seiner Profiabteilung sehr zufrieden: "Der Matchplan war gut und wurde hervorragend umgesetzt." Drei Tore gegen den Tabellenführer können sich sehen lassen. In der Länderspielpause hat der General Manager übrigens noch einiges zu tun. Das Sommer-Transferfenster schließt am 31. August. Bis dorthin sollte der Wechsel von Linksverteidiger Michael Lercher unter Dach und Fach sein. "Wir sind noch am Verhandeln. Am Montag sollte eine Entscheidung fallen." Verlässt Lercher den FC Wacker, dann wird der Kader mit einer Neuerwerbung aufgestockt.