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Ausgabe: 26. August 2017

Georg Fraisl

Rakowitz statt Ballbesitz: Sieg

Im Tivolistadion war Wacker gestern die wesentlich bessere „Auswärts-Mannschaft“, pfiff aufs runde Ding und schoss Tabellenführer Wiener Neustadt mit einem 3:0 vom Platz.

Applaus, als Wacker nach der Pause wieder aufs Feld trabte. Dabei hatten die Gäste in den ersten 45 Minuten ein Plus an Ballbesitz (57,9 Prozent) aufweisen können.

Aber in der Wertung, die im Fußball am wichtigsten ist, da lagen die Tiroler vorne: Bei den Toren – 1:0.

Leader Wiener Neustadt war in der gestrigen 8. Runde erstmals (!) auf so ein Ballbesitz-Plus gekommen. Und darin lag für die Mählich-Truppe auch der Hund begraben. Denn die Schwarzgrünen schlugen den Tabellenführer mit seinen eigenen Mitteln. Motto: Wer den Ball hat, muss nicht die Macht haben.
Die frühe Führung half bei diesem Schlachtplan. Nach einem Out-Einwurf flankte Gabriele zur Mitte, wo sich Ex-Neustadt-Spieler Stefan Rakowitz gegen Ex-Wacker-Spieler Alex Gründler durchsetzte – drin war das Ding (10.).

Ein Kopfball (13.) und ein Pfostenschuss (28.) von Dedic untermauerten die Führung. Doch es dauerte – bei sinkendem Ballbesitz – bis zur 68. Minute, bis Wacker dem Dreier richtig nahe kam. Und erneut war’s Rakowitz, der mit dem Ex richtig böse umsprang. Das Highlight bei der ersten Saison-Pleite der Niederösterreicher war aber Flo Jamnigs „Tanz“ zum 3:0 (71.).

P. S.: Für Michael Lercher liegen Wacker zwei Offerte vor, Montag fällt die Entscheidung.