b_350_1200_16777215_00_images_201718_rundum_kom_card.jpgDie Olympiaworld wird in den nächsten Monaten das Bezahlsystem auf eine digitiale Variante umstellen und dabei laut Presse ein Mindestguthaben von 15€ verlangen. Dies soll dem Vernehmen nach 200.000€ kosten. Da wir ja auch am Puls der Zeit sein wollen, hat sich der Autor dieser Zeilen überlegt, welche großartigen Sachen man damit eigentlich machen könnte - denn mit dem Catering im Stadion hat man so seine Erfahrungen...

 

Variante A

Variante A ist natürlich die vermeintlich aufwendigste Art und Weise, wie man 200.000€ investieren könnte. Man könnte sie darin investieren, dass die Altach-Sticker im vorderen Bereich der Nordtribüne abgekratzt werden. Immerhin hat man ja eigentlich mit dem Verein SCR Altach ausgemacht (siehe Zeitungsbericht letztes Jahr), dass dies seitens der Altacher Fans nicht vorkommt. Aber gut, geschenkt.

Variante B

Man könnte für 200.000€ jemanden engagieren, der die Stühle auf der Nordtribüne wieder "versperrt" und somit dem Großteil der stehenden Fans wieder mehr Freiraum gibt. Es wäre ja immerhin erst zwei oder sogar drei Wochen her, dass die Altacher in Innsbruck gespielt haben. Aber, natürlich kann der Autor dieser Zeilen verstehen, dass Arbeiten am Freitag Vormittag nicht ganz so toll ist. Wieso sollte es bei einem (Klischee allez) stadt- und landesnahen Unternehmen auch wirklich kundenorientiert ablaufen? Den Mieter FC Wacker Innsbruck kann man ja nicht verlieren.
Wenn man noch etwas Geld übrig hat, dann wäre es schön, wenn der ein oder andere kaputte ausklappbare Stuhl repariert werden würde. Dass man für die 200.000€ die veraltete Stadionbeschallung erneuern und damit mehr als nur ein Geknarre auf der Nordtribüne von der Stadionmoderation versteht, würde fast schon zu einem akustischen Orgasmus führen. Stellen sie sich einmal vor, man müsste nicht mehr raten, was der Stadionsprecher sagt. Man würde direkt beim Stadionerlebnis etwas vermissen...

Variante C

Variante C ist dann ziemlich frech. Man könnte das Geld dafür aufbringen, dass nicht, wie beim letzten Heimspiel gegen Horn oder beide Spiele gegen Wattens und andere besser besuchten Spiele, mitten in der Halbzeit das Brot zur kalten Wurst aus geht oder gar nur mehr das halbe Sortiment verfügbar ist. Bei besser besuchten Spielen könnte man sogar einen weiteren Stand öffnen und damit mehr Kunden in einer kürzeren Zeit bedienen. 
Besser ist da natürlich ein System zu installieren, das die Wartezeit um sage und schreibe 20 Sekunden (!!!) verkürzen soll. Man stelle sich vor man würde diese 200.000€ in die Schulung der Mitarbeiter investieren, damit die endlich etwas weninger überfordert wirken oder gar das Catering als ganzes auf Vordermann bringen. Die Zeitersparnis wäre wirklich enorm. Aber bleiben wir bei den 20 Sekunden. Sollten sie immer noch im Stadion konsumieren, dann dürfen sie sich freuen. Hochgerechnet auf die ganze Saison können sie somit 6 Minuten länger dem FC Wacker Innsbruck auf die Beine schauen. Sollten sie noch kein Dankesschreiben an die Olympiaworld verfasst haben, zögern sie nicht und schicken sie es ab. Bevor sie sich wieder über kalte Würstel, nicht vorhandenes Brot oder gar nur mehr über das halbe Angebots-Sortiment ärgern müssen. Feiern sie die kleinen Erfolge des Lebens!

Alternative!

Sollten sie jedoch die generelle Wartezeit einsparen und dem Verein mehr als nur eine prozentuelle Beteiligung gönnen wollen, verzichten sie auf das Konsumieren im Stadion. Nehmen sie sich zehn oder sogar zwanzig Minuten vor oder nach dem Spiel Zeit und gehen zum Kiosk bei der Pressekassa. Dort bekommen sie, ich hoffe ich erschrecke und verschrecke sie nicht, ein kaltes Bier, ein warmes Würstel und dazu sogar eine Semmel, Senf und Kartoffelsalat! Für die Kinder gibt es auch einen Schnitzelburger und Pommes mit Ketchup. Um den selben Preis, wie im Stadion für ein kaltes Würstel - ohne Brot. Ich habe es am Anfang auch nicht geglaubt, aber ja, es ist wahr!
Sollten sie dann als Stammkunde des Wacker-Kiosk einen armen verzweifelten Besucher vor einem Stadionkiosk sehen, nehmen sie ihn bei der Hand und zeigen sie ihm, wo sie in letzter Zeit zu einem fairen Preis konsumiert haben. Er wird es ihnen danken und sollte der Dank so groß sein, sogar den Erstgeborenen nach ihnen benennen - und sei es nur der neu angeschaffte Welpe.

Hinweis / Autor

Dieser Text stellt geistiges Eigentum des tivoli12 magazins dar und ist somit urheberrechtlich geschützt. Um den Text, oder Teile davon nutzen zu können, setzen Sie sich bitte mit dem tivoli12 magazin in Verbindung.

Alexander Riedling Alexander Riedling

Artikel bisher gesamt: 101

Kommentare geben die persönliche Meinung des Autors wieder und müssen nicht mit der Redaktionsmeinung übereinstimmen.