b_350_1200_16777215_00_images_201718_fanleben_fv4.jpgDienstagabend ist mitunter auch Fußballzeit. Und Fußballzeit hat für die Fans immer mit Emotionen zu tun - Lachen und Weinen, Freud und Leid, himmelhoch jauchzend oder zu Tode bedrübt. Es kann eine Achterbahn der Gefühle sein. Wackerianer, egal ob auf den Tribünen oder auf dem Feld, scheinen das besonders gut zu kennen. Das Spiel gegen Austria Lustenau hat dies wieder eindrucksvoll bewiesen - denn es flossen Tränen. Jene der Enttäuschung, genau so wie jene der Freude.



Das Glück von Hartberg

Der Gegner am Dienstag, die Lustenauer Austria hatte sich bis jetzt auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Dem Kantersieg in Wien Floridsdorf folgten zwei Heimpleiten. Aber vor dieser Partie gab es ein anderes Gesprächsthema. Nicht die Auswärtsstärke der Vorarlberger, oder das heftige Gewitter (Unwetter) von Hartberg, das am Freitag beim Stande von 0:2 aus unserer Sicht abgebrochen werden musste ist da etwa im Fokus gestanden. Nein, viel mehr die unterirdische Leistung der Unseren bis hin zum Abbruch. Viele redeten da vom großen Glück. Ich sehe es anders. Da wurden ganze Häuser, Keller und Gärten verwüstet. Ich nenne es das kleine Glück des FC Wacker Innsbruck im Unglück das noch schlimmer ausgehen hätte können. Das Glück war nämlich das, dass uns das Unwetter im überdachten Stadion erwischt hat. Nicht auszudenken, wenn das auf der Autobahn über uns gekommen wäre. Heftig geregnet hat es dann auch auf der Heimfahrt. Und so ein Aquaplaning darf man nicht unterschätzen. Es ist da zu gefährlichen Situationen gekommen. Darum schreibe ich vom Glück von Hartberg. Aber weniger wegen dem Spiel. Die Chance einer Neuaustragung sollte man unbedingt nutzen.

 

Erste allgemeine (Wacker-) Verunsicherung

Wie verunsichert kann eine Mannschaft denn überhaupt auftreten?! Die erste Halbzeit der Schwarz-Grünen gegen A. Lustenau hat es eindrucksvoll gezeigt. Fehler am laufenden Band und sogar in Überzahl ein Tor kassiert. Nur mehr Kopfschütteln auf den Tribünen. Da braucht man sich über das schlechte Image des Vereins auch nicht zu wundern. Auch wenn im Bereich der zweiten Mannschaft, des Nachwuchses und der Damen hervorragende Arbeit geleistet wird. Es steht und fällt alles mit der Kampfmannschaft. Und nicht nur bei Spielern und Fans liegen die Nerven blank. Unser Präsi Gerhard Stocker hat vor dem Spiel gemeint, „heute braucht es jeden Daumen“ - und so ist es auch gekommen. 0:2 ist es da gestanden und die erste allgemeine (Wacker-) Verunsicherung hat groß aufgespielt. Da sind Tränen geflossen – aus Enttäuschung. Es wurde unruhig im Stadion. Pfiffe sind da schon vereinzelt zu hören gewesen. Jeder im Stadion weiß worum es für den FC Wacker Innsbruck geht.

Aufbäumen

Als schon alles nicht mehr an die Wende glaubte, gelang dem FC Wacker Innsbruck zur günstigsten Zeit der Anschlusstreffer. Ein herrlicher noch dazu. Aber bereits im Gegenzug hätten die Tränen beinahe ein Comeback gefeiert. Die Vorarlberger haben da gleich zweimal die Querlatte anvisiert gehabt.
In der zweiten Halbzeit sahen die knapp 2500 Zuseher am Tivoli dann ein packendes Spiel. Spannender kann ein Thriller auch nicht sein. Die Vorarlberger setzten auf ihre Defensive und unser FCW alles daran den Ausgleich zu machen. Da wurde es einem ganz und gar nicht langweilig. Spielerisch hat da zwar (noch) nicht sehr viel geklappt, jedoch wurde kein Ball verloren gegeben. Die Unseren haben gekämpft, als wäre das Kasermandl mit dem Rußpfandl hinter ihnen her gewesen. Auf den Tribünen dürften da einige um Jahre gealtert sein. Das ist nichts für schwache Nerven gewesen. Die Grün-Weißen haben mitunter zu kontern versucht. Aber wirkten dann irgendwie fertig. Nach dem Ausgleich warfen die Innsbrucker alles nach vorne. Zugegeben, es war keine hochklassige Partie, aber eine unglaublich spannende Angelegenheit! Den schwarz-grünen Kampfgeist honorierte auch das Publikum, das dann voll mitgegangen ist - und schließlich mit dem Siegtreffer belohnt wurde. Da war was los und nicht wenige hatten wieder Tränen in den Augen - diesmal vor Freude.

Wattens wir kommen

Am Freitag ist Derbytime. Auch diese Partie ist enorm wichtig und wird heiß umkämpft werden. Denn es geht ja Schlag auf Schlag. Nach der WSG folgt die Reise ins Innviertel und die kommenden Gegner sind ja dann auch nicht ohne. Es geht gegen den FC Liefering und zum Nachtrag wieder nach Hartberg. Bleibt zu hoffen, dass der Dienstägliche Kraftakt auch sehr viel Kraft gibt.
Karten für die Wattenspartie am Freitag 20.30 Uhr gibt es noch im Wackerladen!

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Rudolf Tilg Rudolf Tilg

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